Dialog mit dem Landratsamt und der Bürgerinitiative Inzigkofen und Menningen
Zur Erstellung der Planung wird die Region im Rahmen eines Dialogs einbezogen.
"Die Akteure und Bürger können mitreden, aber nicht entscheiden.
Die Entscheidung, mit den Planungen zu beginnen, ist durch den auf dem Bundesverkehrswegeplan aufsetzenden und vom Bundestag beschlossenen Bedarfsplan 2016 getroffen worden.
Wo eine neue Straße gebaut werden soll, ist – in Grenzen – offen.
Im Prüfraum wird ergebnisoffen nach einer Variante gesucht, mit der eine rechtskräftige Genehmigung erreicht werden kann.
Hier kann die Region mitreden, indem sie die Erstellung der Planung konstruktiv begleitet und Entscheidungsschritte nachvollziehen kann.
Der Landkreis Sigmaringen bietet dazu folgende Gremien an, die durch Angebote an die Öffentlichkeit ergänzt werden:
Über die Planung und wichtige Entscheidungsschritte wird kontinuierlich über die Internetseite, der Presse und im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen informiert."
(HP B311 / B313, Dialog)
Von Anfang waren mehrere Vertreter unseres Vereins bei allen Facharbeitskreisen und anderen öffentlichen Veranstaltungen anwesend und brachten ihre Bedenken und Anregungen immer wieder zum Ausdruck.
Dabei war und ist es uns stets wichtig, uns für eine Trasse einzusetzen, die für alle Anwohner in der Region akzeptabel ist. Wir sind der Meinung, dass die BI-Trasse (von der BI Inzigkofen entwickelt) dieser Anforderung am besten gerecht wird. Deshalb favorisieren wir gemeinsam mit den Inzigkofern diese Trasse. Die BI Menningen hat sich uns inzwischen ebenfalls angeschlossen.
In einem Brief an Herrn Blum stellten wir zur Variante F1 und F1+ einen Fragenkatalog zusammen, da diese Varianten die Gögginger Bürger in besonderem Maße betrifft.

3 Bürgerinitiativen kämpfen gemeinsam für die
C1-Bürgertrasse
Die 3 in der Raumschaft bestehenden Bürgerinitiativen „Nein zur Nordtrasse – Für eine Trassenführung der Vernunft und Zukunft“ e.V., „Lebenswertes Göggingen und Umgebung“ e.V. und „Stopp F1-Trasse“ stehen inzwischen gemeinsam für das „Schutzgut Mensch“ ein. Sie vertreten die Auffassung, dass nur die C1-Bürgertrasse alle Menschen in der Region vom Verkehr entlasten kann, denn die anderen Trassenvorschläge führen zu erheblichen Neubelastungen und machen unweigerlich viele Menschen in unserer Region zu Verlierern – nördlich oder südlich des Waldes.
Deshalb starteten die 3 Initiativen umfangreiche Werbemaßnahmen und verschiedene Infoveranstaltungen.
Info-Veranstaltung zur Petition für die C1-Bürgertrasse
Großes Interesse weckte bei den Bürgern die gemeinsame Info-Veranstaltung der 3 Bürgerinitiativen am Mittwoch, 27.11.2024 im Gemeindesaal in Menningen. Rund 200 Besucher informierten sich über den aktuellen Stand verschiedener Trassen. Ausführlich wurden alle wichtigen Details der C1-Bürgertrasse und die Online-Petition dazu vorgestellt und dafür geworben, die Petition zu unterstützen.

Übergabe der Petition
ans Landratsamt
Die Petition der drei Bürgerinitiativen der Raumschaft, die sich mit der Straßenverbindung zwischen Meßkirch und Mengen beschäftigen, ist nun abgeschlossen und am 06.02.2025 an das Landratsamt übergeben worden.
Bei der Übergabe sagte Markus Fiederer, einer der Hauptakteure der vielfältigen Informationsmaßnahmen und Veranstaltungen der vergangenen Wochen: „Wir freuen uns sehr, dass wir heute hier stehen können. Aber nicht nur wir hier als Personen, sondern wir mit der Unterstützung von 3295 Unterschriften. Das sind 3295 Personen, die unterschrieben haben für die C1-Bürgertrasse, unseren Trassenvorschlag für die Verbindung zwischen Meßkirch und Mengen. Wir freuen uns sehr, weil damit ein wichtiger Zusammenschluss gelungen ist: Der Zusammenschluss von drei Bürgerinitiativen und ganz vielen Menschen unserer Region, die die Vorteile dieser Trassenverbindung zwischen Meßkirch und Mengen erkannt haben, denn diese Trasse führt die Menschen in unserer Region zusammen, sie trennt nicht und sie macht sie nicht einseitig zu Gewinnern oder Verlierern.“
Die Übergabe des Petitionsergebnisses fand am Briefkasten des Sigmaringer Landratsamtes statt, denn weder Landrätin Stefanie Bürkle noch Straßenplaner Thomas Blum standen für eine Übergabe in der Öffentlichkeit und mit Pressebegleitung zur Verfügung.

Info-Veranstaltung zum aktuellen Planungsstand
In den vergangenen Monaten haben sich die 3 Bürgerinitiativen mit wichtigen Fragen an Herrn Blum intensiv um Informationen zum Planungsstand der B 311n bemüht, leider mit wenig Erfolg.
Am Freitag, 20.03.2026 informierte der Landkreis die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der ersten Bund-Länder-Abstimmung. Noch existieren folgende Trassen: die Nordtrasse A mit 3 Untervarianten, die Südtrasse D2, die Planertrasse G1 und die Bürgertrasse C3A.
Lärmaktionsplan
Aufgrund der sehr starken Verkehrsbelastung mit einen überdurchschnittlich hohen LKW-Verkehrsaufkommen auf der B 311 sah die Vorstandschaft des Vereins 2024 die Notwendigkeit, die Anwohner von Göggingen durch eine Lärmreduzierung zu entlasten. Bürgermeister Kern griff das Anliegen der Gögginger auf, die Gemeinde beauftragte das Planungsbüro Richter-Richard bei der Erstellung des Lärmaktionsplanes für Krauchenwies auch Göggingen mitaufzunehmen.
Am 23.09.2025 stimmte der Gemeinderat für eine dauerhafte streckenbezogene Temporeduzierung auf 30 km/h entlang der B311 innerhalb der Ortsdurchfahrten von Krauchenwies und Göggingen mit einer stationären Blitzeranlage in Göggingen. Diese Maßnahmen wurden u.a. zur Umsetzung bei der unteren Verkehrsbehörde beim Landratsamt Sigmaringen beantragt.
Am 15.12.2025 stimmte der Kreistag Sigmaringen den o.g. Maßnahmen zu.
Nun hoffen die Gögginger Bürger auf eine baldige Umsetzung des Beschlusses.